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Sportbegeisterte gab es in Hendungen schon vor 1946. Dies bezeugt ein Vereinsstempel, des aus dem Gründungsjahr eines Turnvereins 1918 noch vorhanden ist. Wahrscheinlich waren es die Wirren der Weltkriege, die das Vereinsleben im sportlichen Bereich stilllegten.
Im Jahre 1946, als die Spuren des Krieges noch deutlich vorhanden waren, als man versuchte, sich in diesem Chaos "über Wasser zu halten", wurde der Fußballclub gegründet. Zwei junge Burschen (Herbert Zwierlein und Heinz Scharding) gerade 17 geworden, gaben Anregung. Am 4.August.1946 kam es dann zur Gründungsversammlung.
Der FC Hendungen wendete sich zwecks Errichtung eines Fußballplatzes an die Gemeinde. Nach eingehender Besprechung mit dem Bürgermeister Storath, wurde der Platz "Reitschule" zugewiesen. Zuvor stand die Bullenwiese in der Apteilung Pfingstaspe als Trainings- und Spielwiese zur Verfügung.
Im Jahre 1948 wurde in zusammenarbeit mit dem Schützenverein Theateraufführungen dargeboten. Der Reinerlös diente fast ausschließlich mildtätigen Zwecken.
Auch wurden in diesem Jahr einheitliche Trikots angefertigt. Diese wurden aus Resten von getragenen Textilien oder ähnlichem hergestellt. Fußballschuhe waren nur wenige vorhanden und diese wurden noch untereinander getauscht.


Die Währungsreform am 20.Juni1948 raffte alle finanziellen Mittel des Vereins hinweg. Spontan reagierte die Vorstandschaft und beschloß nur 3 Tage später, ein Sportfest zu veranstalten.
Im gleichen Jahr bildete sich die Sparte Korbball-Frauen, die mit großem Erfolg den Spielbetrieb aufnahm. Höhepunkt des Sportfestes war der 3000-m-Geländelauf, bei dem Josef Siegel als erster durchs Ziel ging. Leider wurde im Jahr 1950 der Spielbetrieb in der Sparte Korbball wieder eingestellt. Großer Beliebtheit bei den nachfolgenden Sportfesten erfreute sich das Fahrradrennen. Beide Gasthäuser standen am Abend im Rampenlicht, wo alle Sportler gemeinsam mit der Befölkerung das Tanzbein schwangen.
Der sportliche Erfolg bei den Fußballern ließ nicht lange auf sich warten. der Trainingsfleiß hatte sich ausgezahlt, denn man errang im Spieljahr 1951/53 dem Meistertitel in der C-Klasse Gruppe 13. Er berechtigte zum aufstieg in die B-Klasse Rhön. 

Meister der C-Klasse 1954/55  

 

h.l. Spartenleiter Lenhard Kraus +, Alois Balling, Walter Hess +, Willf Gold, Sepp Siegel +, Hermann Balling +, Roman Breun, 1.Vorstand Franz Neugebauer +,
v.l. Jupp Großbritsch, Hans Würll +, Fritz Englisch +, Rudolf Gebauer +, Walter Breun  


Der Trainingsfleiß und die Kondition reichten jedoch nur bis 1954, wo man den Weg in die niedrigste Klasse wieder antreten mußte. In dieser Zeit wurde auch eine Umkleidekabiene am Sportplatz geschaffen.
Ein großer Tag in der Vereinsgeschichte war die Fahnenweihe am 17.Juni1956. Jetzt konnte auch der Fc Hendungen sichtbar an allen festlichen Anlässen teilnehmen. Im sportlichen Bereich steuerte man erst wieder im Jahre 1961/62 auf Erfolgskurs, denn de schaffte man wieder den langersehnten Wiederaufstieg in die B-Klasse.

Fahnenweihe 1956

Meister der C-Klasse 1961/62 

 

h.l. Hermann Hochrein +, Kurt Schleicher, Rudi Killinger +, Egbert Stock, Wendelin Gonnert, Elmar Bach, Hermann Fries +, 1.Vorstand Fritz Scharding +
v.l. Hans Reußenzehn +, Erwin Stockheimer, Franz Kellermann +, Raimund Breun, Konrad Stockheimer


1964 wurde die Sparte Faustball im Verein eingegliedert. Auch sie konnten gute sportliche Erfolge erzielen. Es war vielleicht die Vererbung auf die neue Generation, denn bereits 1918 wurde in Hendungen Faustball gespielt. Die Jugendmannschaft 1967/68 gab der Vereinsführung Recht.
In diesen Jahren reifte auch der Gedanke, einen neuen Sportplatz zu erstellen. Planungen wurden in den Bereichen Wingert und Feuerlöschteich durchgeführt. Es mangelte jedoch an der Finanzierung und an den Grundstücksverhandlungen mit den jeweiligen Besitzern.
Der größte sportliche Erfolg gelang den Fußballern in den Jahren 1967/68. Der Aufstieg in die A-Klasse/Rhön war geschafft.

Meister der B-Klasse 1967/68

48:4 Punkte 

Durch die Abwanderung von Leistungsträgern konnte die Klasse jedoch nur 1 Spielrunde gehalten werden.
Auch die neugegründete Faustballmannschaft konnte sportliche Erfolge nachweisen. Der Aufstieg in die Bezirksliga war das herausragende Ereignis.
Anfang der 70er Jahre nahm die Planung eines Sportgeländes mit Mehrzweckhalle immer mehr Konturen an. Durch viel Eigenleistung der Ortsvereine konnte ein langgehegter Wunsch im Jahre 1975 erfüllt werden. Die Gesamtkosten betrugen 1,6 Millionen D-Mark.
Zwischenzeitlich war die 1.Mannschaft in die C-Klasse abgestiegen.Vielleicht durch die im Bau befindliche Außensportanlage animiert, erreichte die Mannschaft 1975/76 den Wiederaufstieg.

Meister der C-Klasse 1975/76 

h.l. 1.Vorstand: Erwin Stockheimer; Alfons Mai, Helmut Schwartel, Herbert Hess, Werner Scholz, Lothar Reußenzehn, Anton Bach, Roland Schwartel, Günther Sopp
v.l. Helmut Steiner, Wolfgang Balling, Karlheinz Scharding +, Gerhard Reußenzehn, Felix Werner, Helmut Hess, Walter Deuffert, Martin Balling  


Das Jahr 1976 stand im Zeichen reger Aktivität.

1 Jahr nach der Übergabe der Mehrzweckhalle konnte im Gemeinschaftsgeist und mit vielen Arbeitseinsätzen, die Außensportanlage fertiggestellt werden. Sie umfaßt einen Rasenplatz, 100-m-Bahn und eine Kugelstoßanlage. Gesamtkosten 603000,- DM. Die größte Atraktion zur Einweihungsfeier war eine Turnerriege aus Schonungen und die Fußballmannschaften aus Würzburg (2.Bundesliga) und Bad Brückenau (Landesliga). Ein wohlschmeckender "Ochs am Spieß" der ehrenamtlich gefüttert wurde, war die besondere Späzialität beim Fest.
Großen anklang fand auch das Damenfußballspiel am letzten Festtag.
Die Hartplatzfertigstellung mit Weitsprunganlage erfolgte im Jahre 1978. Anlaß genug, eine Amerikanische Musikkapelle zu arrangieren.  
In dieser Zeit wurde auch das Gemeindesportfest ins Leben gerufen. Es hat heute noch einen festen Platz in der Dorfgemeinschaft.
Die neugeschaffene Mehrzweckhalle war mehr und mehr Treffpnkt der Jugend und Sportler der Gemeinde Hendungen. Viele Veranstaltungen wurden aus finanziellen Gründen durchgeführt um die neuerstellte Außensportanlage zu finanzieren. Viele freiwillige Helfer waren notwendig und wurden eingesetzt.
In der generalversammlung 1985 wurde der Gedanke von Vorstand Stockheimer in die Versammlung getragen ein Lagergebäude für die einzelnen Spielutensilien zu erstellen. Die Räumlichkeiten, die in der Mehrzweckhalle hierfür vorgesehen waren, wurden anderweitig verwendet. Die Versammlung hatte keinerlei Einwändungen, sodaß das Unternehmen Nebengebäude beginnen konnte. In zahlreichen Arbeitseinsätzen konnte das Gebäude zum 40jährigen Gründungsfest übergeben werden. Der finanzielle Aufwand betrug 72000,- DM.



Im sportlichen Bereich wurden in den Jugendmannschaften Spielergemeinschaften mit dem TV Sondheim/Grabf. gebildet. Nachdem das 40jährige Jubiläum mit großem Erfolg über die Bühne gebracht wurde, rückte das Tagesgeschäft wieder in den Vordergrund des Vereinslebens. Dieses hieß sportlich gesehen für den FC Hendungen C-Klasse, was sich auch in diesem Jahrzehnt nicht mehr ändern sollte.
Trotzdem faßte die Vorstandschaft den Bau eines neuen Ausweichplatzes ins Auge, da aber damals keine staatlichen Zuschüsse zu erwarten waren, kamen diese Pläne wieder in die Schublade.
1988 half der FC Hendungen bei einem Weiterausbau der Mehrzweckhalle (Finatiell und Tatkräftig), bei dem ein Stuhllager errichtet wurde, das den meisten FC-Mitgliedern wohl besser unter dem Begriff "BAR" bekannt ist. In diesem Jahr hatte auch die Idee zum mittlerweile tratitionellen VG-Pokal ihren Ursprung, natürlich in der Vorstandssitzung des FC Hendungen.
Außergewöhnliches brachte die Generalversammlung 1989 ans Tageslicht. Äußerst positiv war das sensationelle Abschneiden der 8 bis 10jährigen Schüler der Spielgemeinschaft FC Hendungen/TV Sondheim/Grabf.. Sie wurden in der Spielzeit 1988/89 mit 28:0 Punkten und 141:11 Toren Meister in ihrer Spielklasse und zierten nach der Hälfte der neuen Saison mit 16:0 Punkten und 102:14 Toren bereits wieder die Tabellenspitze. Negativ fiel dagegen die Amtsmüdigkeit der FC Mitglieder auf, so konnten die Posten des 1. und 2.Vorstandes und des Schriftführers nicht besetzt werden, weshalb eine außerordendliche Versammlung nötig wurde bei der die Vorstandschaft dann doch vervollständigt werden konnte.
Der rettende Einfall in bezug auf die erfolglosen Kicker der 1. Mannschaft hatten die Verantwortlichen dann 1989, die Vereinsfahne wurde wieder in einen gottgefälligen Zustand gebracht, zudem wurden die Tore am Sportplatz ausgewechselt. Daraufhin zeigten sich die Fußballer wieder treffsicher und starteten als Meister der C-Klasse 16 und mit dem Aufstieg in die B-Klasse Rhön ins neue Jahrzehnt. 

Meister der C-Klasse 1989/90 

h.l. Vorsitzender Erwin Stockheimer, Dietmar Balling, Wollfgang Reichert, Mario Werner, Michael Pinato, Klaus Scharding, Jürgen Gonnert, Dieter Gonnert, Lothar Reußenzehn, Helmut Hess, Trainer Walter Kellermann, Spartenleiter Konrad Fischer
v.l. Frank Schulze, Uwe Koch, Andreas Stock, Thomas Koch, Marco Hess, Xaver Bach, Rainer Kürschner 


Der Wegfall der innerdeutschen Grenze hatte auch Auswirkungen auf das Vereinsleben des FC Hendungen so konnten einige Fußballer aus den neuen Bundesländern integriert werden, desweiteren wurden freudschaftliche Beziehungen zu den Fußballclubs aus Wollfmannshausen und Göda geknüpft.
Bei der Generalversammlung am 25.01.1991 übernahm Lothar Reußenzehn den Posten des 1. Vorstandes, nachdem sich Erwin Stockheimer nach 16 verdienstvollen Jahren nicht mehr zur Verfügung gestelt hatte. Der "Neue" holte schon bald wieder die Pläne zum Bau eines Ausweichplatzes aus der Schublade. Nachdem die Finanzierung durch neue Einnahmequellen wie z.B. Bandenwerbung am Sportplatz gesichert war, konnten 1995 die fraglichen Grundstücke erworben werden.
Die Fußballmannschaft zeichnete sich in den 10 Jahren bis zum 50järigen hauptsächlich durch den Trainerverschleiß aus, so gaben sich während dieser Zeit 10 Trainer die Klinke in die Hand wobei zweimal der 1.Vorstand Lothar Reußenzehn in "Kaisermanier" einspringen mußte.
Trotz dem teilweise hervorragendem Spielerkader stellte sich nie der gewünschte Erfolg ein.

Nach der abschaffung der unteren beiden Klassen B und C 1997  fand man sich plötzlich in einer neuen Klasse wieder, der Kreisklasse.
In dieser Klasse spielten man dann sehr gut mit. Nach der Jahrtausendwende 2000/2001 schaffte man sogar einen guten 2. Platz.
Nach diesem Erfolg bewegte man sich dann kontinuierlich abwärts und stieg 2004/05 als 12 von 14 ab.

Doch die Trauer hielt nicht lange an nach einer eher dürftigen Vorrunde 2005 und einer unglaublichen Aufholjagt in der Rückrunde schaffte man am letzten Spieltag der Saison,als Tabellen zweiter, den direkten Wiederaufstieg in die Kreisklasse.


Aufsteiger der A-Klasse 2005/06 

h.l. Alexander Sawade, Jan Scharding, Sebastian Bach, Mathias Köller, Steffen Scholz, Mathias Bach, Heiko Karlein, Thobias Karlein, Trainer Thomas Baumüller, Dominik Baumüller, Sebastian Seifert, Bastian Karlein, Spartenleiter Günther Sopp,
v.l. Sebastian Werner, Oliver Glaser, Daniel Rommel, Chris Reußenzehn, Jens Seifert, Manfred Reußenzehn, Alexander Sopp, Mirko Baumüller, Peter Simon, Georg Geuppert


In der Saison 2006/2007 kämpfte man dann wieder gegen den Abstieg und konnte diesen erst mit der Relegation abwenden.

Die Saison 2007/2008 brachte ebenfalls etwas Neues: man fusionierte mit dem TV Sondheim, was sichtlich Auftrieb gab und in den folgenden Jahren ging es wieder Berg auf. In dieser Zeit versuchte man es auch mal eine Saison mit einer 2. Mannschaft, die aber mit der knappen Personaldecke nicht zu halten war. Zur Saison 2011/2012 meldete der TV Sondheim wieder eine eigene Mannschaft.

Seit dem Jahr 2012/2013 Spielt nun eine 2. Mannschaft bei der Rhöner Reserve Champions League mit und gewann 2 Jahre in Folge den Wanderpokal.